Ostpreussen:

Das ist die östlichste von den 12 preussischen

Provinzen des ehemaligen Kaiserreiches.

Die 12 preussischen Provinzen sind: Ostpreussen, Westpreussen, Posen, Pommern, Schlesien, Brandenburg,

Sachsen, Schleswig-Holstein, Hessen-Nassau, Westfalen, Rheinprovinz, Hannover. Dieses war das Königreich

Preussen mit der Haupt- und Krönungsstadt Königsberg. In Königsberg hatte sich der erste preussische König

am 18.Januar 1701 zum König krönen lassen und sich und seiner Gemahlin die Königskrone selbst aufs

Haupt gesetzt. Er hieß von jetzt an König Friedrich I, Vater des bedeutenden Königs Friedrich Wilhelm I, der

Preussen und besonders das unterentwickelte, sumpfige Ostpreussen aufgebaut und entwickelt hatte durch

Entwässerung, Schaffung von Ackerland, Gründung des Landgestüts Trakehnen u.a.m.. Sein Sohn Friedrich II.

genannt der Grosse, setzte des Vaters Aufbauwerk fort. Ostpreussen war die Heimat der heidnischen Pruzzen

und der Kuren. Der Deutsche Ritterorden eroberte dieses Land zwecks Christianisierung. Die Pruzzen wehrten

sich mit grosser Kraft und Erbitterung, der Bischof Adalbert von Prag wurde von ihnen 997 erschlagen. Die

genaue richtige Stelle war einige km in der Ostsee, da das Meer die Steilküste ständig abreißt und wegspült.

Adalbert von Prag wird der Apostel der Preussen genannt. Das Grab von Adalbert von Prag war etwas östlich

von Rauschen an der Samlandküste. Es stand dort ein granitenes Denkmal mit Inschrift und gusseisernem Zaun

darum. Als die Pruzzen schließlich besiegt und Christen geworden waren, verschmolzen sie mit der eingewanderten

Bevölkerung verhältnismäßig rasch, jedoch kann man heute noch an ihren pruzzischen Namen deutlich erkennen,

dass die pruzzischen Familien naturgemäß weitgehend immer untereinander heirateten und sich in den

verschiedenen Familienlinien dieselben Familiennamen finden: Bojahr, Ferkuhn, Sprie, Kuhr, wie man das ja auch in

anderen Volks- und Gesellschaftsgruppen beobachten kann, der so genannte "Heiratskreis". Man will sich blutmässig

rein halten und sich nicht mischen. Auch die pruzzischen Ortsnamen sind deutlich erkennbar mit ihren häufigen

Endung -en, wie z.B. Farienen, Mehlauken, Popelken (umgetauft in Markthausen bei Hitler),  Uzballen, Schmilgienen

(Kornfelde), Skaisgirren (Kreuzingen), Gowarten, Eichmedien, Asznaggern, Lyszeiten, Joneiten, Dogehnen, Powunden,

Powarben, Szemlauken, Korehlen, Neuhausen, Schaaken, Schaaksvitte Conradsvitte, Postnicken am Kurischen Haff.

(sz- wird hier wie das französische j- wie in Journal ausgesprochen)

 

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